Quartalsmitteilung zum 31. März 2026

Die Bilanzsumme des Bechtle Konzerns lag zum 31. März 2026 bei 4.611,2 Mio. € und damit leicht über dem Wert vom 31. Dezember 2025 (4.574,7 Mio. €).

Bei den Aktiva stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 3,9 % auf 1.957,9 Mio. €. Akquisitionsbedingt sind insbesondere die Geschäfts- und Firmenwerte um 31,5 Mio. € angewachsen. Auch die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben um 34,8 Mio. € zugelegt. Die Anlagenintensität stieg auf 42,5 % und lag damit über dem Wert vom 31. Dezember 2025 von 41,2 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen hingegen um 36,4 Mio. € zurück und lagen damit zum Stichtag bei 2.653,3 Mio. €. Die Vorräte stiegen um 178,6 Mio. € beziehungsweise 46,8 % und lagen zum 31. März 2026 bei 560,2 Mio. €. Dieser Anstieg basiert zum einen auf dem höheren Projektvolumen, zum anderen auf Verträgen, bei denen Kunden ihre Ware bei Bechtle einlagern und erst über die Zeit abrufen. Angesichts der Preiserhöhungen bei Speicherchips ist dies ein Angebot, bei dem wir unsere Lagerkapazitäten gezielt nutzen können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen hingegen um 182,6 Mio. € beziehungsweise 13,5 % sehr deutlich zurück. Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in der durchschnittlichen Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO). Diese setzte ihren rückläufigen Trend fort und liegt nun bei 38,1 Tagen (Vorjahr: 39,4). Die liquiden Mittel inklusive Geld- und Wertpapieranlagen beliefen sich zum Quartalsende auf 372,6 Mio. €.

Liquidität (inkl. Geld- und Wertpapieranlagen)

in Mio. €

Liquidität (inkl. Geld- und Wertpapieranlagen) (Balkendiagramm)

Das Working Capital ist trotz des beschriebenen Anstiegs bei den Vorräten aufgrund gegenläufiger Effekte bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. März 2026 nur leicht auf 530,7 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2025: 500,5 Mio. €).

Bei den Passiva blieben die langfristigen Schulden nahezu stabil und lagen zum Stichtag bei 798,4 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden gingen leicht um 19,1 Mio. € zurück und lagen damit zum 31. März 2026 bei 1.711,4 Mio. €. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 19,3 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 21,3 Mio. € beziehungsweise 5,5 % gestiegen. Hintergrund sind höhere Verbindlichkeiten aus Akquisitionen und höhere Zuschüsse für künftige Werbemaßnahmen, gegenläufig haben sich vor allem geringere Verbindlichkeiten gegenüber Personal ausgewirkt.

Das Eigenkapital stieg um 49,0 Mio. € auf 2.101,3 Mio. €. Entsprechend positiv entwickelte sich unsere Eigenkapitalquote. Diese stieg von 44,9 % zum 31. Dezember 2025 auf nun 45,6 %. Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag bei 8,5 %, nach 9,2 % im Vorjahreszeitraum.

Eigenkapitalquote

in %

Eigenkapitalquote (Balkendiagramm)

Der operative Cashflow lag im Zeitraum Januar bis März 2026 trotz des deutlichen Wachstums im Geschäftsvolumen bei 10,7 Mio. €, nach −21,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Ausschlaggebend dafür waren insbesondere folgende Faktoren:

  • Der Vorratsbestand ist nach einem geringeren Aufbau im Vorjahr aufgrund des stärkeren Wachstums sowie der Situation im Zusammenhang mit den zu erwartenden Preissteigerungen bei Speicherchips erheblich gestiegen, was zu einem Mittelabfluss von 180,3 Mio. € führte (Vorjahr: Abfluss von 34,5 Mio. €).

  • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten wir jedoch deutlich abbauen, was zu einem Mittelzufluss von 159,0 Mio. € führte. Dieser lag noch über dem ebenfalls positiven Vorjahr (109,2 Mio. €).

  • Vor allem war jedoch der Mittelabfluss aus dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 7,3 Mio. € erheblich geringer als im Vorjahr (161,7 Mio. €).

Operativer Cashflow

in Mio. €

Operativer Cashflow (Balkendiagramm)

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigte mit 17,2 Mio. € einen Mittelzufluss, im Vorjahr war noch ein Mittelabfluss (−7,6 Mio. €) zu verzeichnen. Auszahlungen für Akquisitionen lagen bei 27,8 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Darüber hinaus stiegen im Berichtszeitraum die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen leicht von 28,8 Mio. € auf 29,8 Mio. €. Zuflüsse aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieren summierten sich auf 69,7 Mio. € gegenüber einem geringeren Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen von 12,4 Mio. € im Vorjahr.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug −41,2 Mio. €, nach −58,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr haben sich hier höhere Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten ausgewirkt.

Der Free Cashflow von Januar bis März 2026 lag mit −44,5 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (−45,4 Mio. €). Hier wirkten sich trotz des höheren operativen Cashflows vor allem höhere Auszahlungen für Akquisitionen aus.