Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Wir wollen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch unsere Geschäftstätigkeiten bzw. unseren Beitrag in der Wertschöpfungskette abmildern. Unser wichtigstes Konzept im Bereich der vorgelagerten Wertschöpfungskette stellt unser Verhaltenskodex für Lieferanten von Gütern und Dienstleistungen (im Folgenden Lieferantenkodex genannt) dar. Darin fordern wir unsere Zulieferer zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Umweltschutz auf. Dies beinhaltet sowohl negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung und implizit auch den Einsatz besorgniserregender Stoffe. Mithilfe des Kodex sowie der Überprüfung der Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten über das dokumentenbasierte EcoVadis-Rating möchten wir negative Auswirkungen minimieren sowie Notsituationen und Schäden verhindern. Der Lieferantenkodex enthält Vorgaben, wie negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden sind. Weitere Informationen zum Lieferantenkodex werden im Kapitel Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beschrieben. Für die Unterzeichnung des Kodex und das Lieferantenmonitoring ist das Lieferantenmanagement der Servicegesellschaft Bechtle Logistik & Service verantwortlich, deren Geschäftsleitung direkt an die für das Nachhaltigkeitsressort verantwortliche Vorständin berichtet. Neben dem Lieferantenkodex stellt die im Berichtsjahr verabschiedete nachhaltige Beschaffungsstrategie eines der wichtigsten Instrumente dar, um der Sorgfaltsplicht und der Verantwortung für die Umwelt in der Lieferkette gerecht zu werden. Hier sind zugleich Governance-Strukturen definiert, welche die Maßnahmen für den Umgang mit diesbezüglichen Auswirkungen, Risken und Chancen steuern.
Im Bereich der nachgelagerten Wertschöpfungskette greift die Nachhaltigkeitsstrategie das Thema nachhaltige Logistik auf. Das Konzept nachhaltige Logistik wurde im Geschäftsjahr 2025 verschriftlicht und stützt sich auf die drei zentralen Kernsäulen Intralogistik und Distribution, Verpackung und Ressourcen sowie Emissionen. Bei der Intralogistik und Distribution liegt der Fokus auf einer effizienten und nachhaltigen Gestaltung aller innerbetrieblichen Logistikprozesse sowie der anschließenden Distribution zum Kunden. Bei der zweiten Kernsäule stehen die Reduzierung des eigenen Ressourceneinsatzes, die Wiederverwendung von anfallenden Ressourcen sowie das Recyceln und der Wiedereinsatz von Materialien im Mittelpunkt. Diese Säule orientiert sich an den drei zentralen Prinzipien Reduce, Reuse und Recycle. Bei der dritten Säule liegt der Schwerpunkt auf der transparenten Erfassung und Bewertung der Umweltauswirkungen unserer Logistikprozesse, wie etwa CO2-Emissionen. Für jede Säule sind Maßnahmen und Initiativen formuliert.
Daneben sind das Bechtle Circular-IT-Konzept für Kreislaufwirtschaft ebenso wie die nachhaltige Beschaffungsstrategie darauf ausgerichtet, Auswirkungen durch Umweltverschmutzungen in der gesamten Wertschöpfungskette zu vermindern. Beide Richtlinien sind im Berichtsjahr in Kraft getreten. Weitere Informationen zum Bechtle Circular-IT-Konzept sind im Kapitel Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zu finden, zur Beschaffungsstrategie im Kapitel Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
Schadstoffe werden in unseren Konzepten derzeit nicht explizit behandelt, sind jedoch implizit Bestandteil verschiedener Maßnahmen. Auch die nachhaltige Beschaffungsstrategie berücksichtigt das Thema indirekt, beispielsweise durch die Schaffung von Transparenz über Konfliktmineralien. Im Konzept zur nachhaltigen Logistik liegt der Fokus auf der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der Erhöhung des Recyclinganteils bei Verpackungen. Diese Maßnahmen im Bereich Verpackung tragen dazu bei, schadstoffhaltige Materialien wie Kunststoffe oder Verbundstoffe zu vermeiden oder durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen.
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Im Berichtsjahr haben wir neue Maßnahmen im Zuge der Umsetzung der im Berichtsjahr veröffentlichten nachhaltigen Beschaffungsstrategie geplant und final ausgearbeitet. Abhilfe- und Präventionsmaßnahmen wurden basierend auf der jährlichen Lieferantenrisikoanalyse definiert. Die Lieferantenüberprüfung durch das dokumentenbasierte Rating EcoVadis – inklusive der Verwendung des IQ Risk Tools – ist seit rund drei Jahren unsere größte, fortlaufende Maßnahme. Die Überprüfung durch EcoVadis umfasst insbesondere unsere Hauptlieferanten und ‑produkte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und erstreckt sich auf die geografischen Regionen, in denen unsere Tier-1-Lieferanten ihren Sitz haben.