Geschäftsbericht 2025

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Finanzpolitik bei Bechtle hat zum Ziel, die Finanzkraft des Konzerns auf hohem Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren. Dabei sollen Risiken weitgehend vermieden beziehungsweise wirkungsvoll abgesichert werden. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht daher zum Beispiel vor, dass spekulative Termingeschäfte aller Art nicht getätigt werden dürfen. Dies gilt insbesondere für Devisen, Waren und Wertpapiere sowie daran geknüpfte Termingeschäfte, soweit sie nicht der Absicherung des laufenden Geschäftsbetriebs dienen.

Bechtle nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zur Absicherung des operativen Geschäfts. Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung. Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investment Grade aufweisen. Anlagen im Bankensektor werden darüber hinaus nur getätigt, soweit sie einlagengesichert sind.

Kapitalflussrechnung

Die Finanzmittelfonds betrugen am Anfang der Periode 378,2 Mio. € und am Ende der Periode 207,1 Mio. €, die daraus resultierende zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt 171,1 Mio. €.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit weist im Geschäftsjahr 2025 einen Mittelabfluss in Höhe von 89,9 Mio. € aus (Vorjahr: Mittelzufluss von 189,4 Mio. €). Der deutliche Rückgang ist durch mehrere gegenläufige Effekte geprägt, die sowohl das Ergebnis als auch das Working Capital betreffen.

Der Jahresüberschuss verringerte sich von 168,0 Mio. € um 36,5 Mio. € auf 131,5 Mio. € und minderte damit den operativen Cashflow. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr um insgesamt 11,6 Mio. €, insbesondere durch zusätzliche Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 10,7 Mio. €.

Der wesentliche Einfluss im Vergleich zum Vorjahr ergab sich jedoch aus den Bestands- und Forderungsveränderungen. Während 2024 ein signifikanter Mittelzufluss von 151,6 Mio. € erzielt wurde, kam es im Berichtsjahr zu einem Mittelabfluss von 73,1 Mio. €. Dies entspricht einer negativen Veränderung von 224,7 Mio. €. Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der sonstigen Passiva (54,0 Mio. €) konnten dem hohen Mittelabfluss nicht gegenwirken.

In Summe resultiert für das Geschäftsjahr 2025 ein negativer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, der im Wesentlichen auf den erheblichen Mittelabfluss im Working Capital zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 3,3 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 15,1 Mio. € und in Sachanlagen in Höhe von 3,2 Mio. getätigt. Aus den Veränderungen in den Finanzanlagen ergibt sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 219,5 Mio. €. Gleichzeitig flossen der Gesellschaft Dividendenerträge und Gewinnabführungen in Höhe von 235,3 Mio. € sowie Zinszahlungen von 5,8 Mio. € zu.

Die Dividendenausschüttung in Höhe von 88,2 Mio. €, der Mittelzufluss aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 143,1 Mio. €, der Mittelabfluss aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 128,0 Mio. € sowie Zinszahlungen in Höhe von 11,4 Mio. € führten zusammen zu Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 84,5 Mio. € (Vorjahr: 67,7 Mio. €).