Geschäftsbericht 2025
Ein Mann und eine Frau arbeiten gemeinsam an einem Laptop und lächeln.Ein Mann und eine Frau arbeiten gemeinsam an einem Laptop und lächeln.

VI. Weitere Angaben zu Finanz­instrumenten nach IFRS 7

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 einander gegenüber.

Gegenüberstellung der Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7

in Tsd. €

Klasse gemäß IFRS 7

 

Bewertungs­kategorie nach IFRS 9

 

Buchwert 31.12.2025

 

Zeitwert 31.12.2025

 

Buchwert 31.12.2024

 

Zeitwert 31.12.2024

 

Stufe

Aktiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

AK

 

21.505

 

19.749

 

20.707

 

19.246

 

3

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

AK

 

1.312.454

 

1.312.454

 

1.112.619

 

1.112.619

 

 

Langfristige Leasingforderungen

 

n.a.

 

38.716

 

35.794

 

39.458

 

36.583

 

3

Kurzfristige Leasingforderungen

 

n.a.

 

35.902

 

35.902

 

41.136

 

41.136

 

 

Geldanlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festgeldanlagen

 

AK

 

73.260

 

73.260

 

73.087

 

73.087

 

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

 

AK

 

113.309

 

113.309

 

113.544

 

113.544

 

 

Finanzderivate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2

Derivate mit Hedge-Beziehung

 

n.a.

 

0

 

0

 

611

 

611

 

 

Derivate ohne Hedge-Beziehung

 

EwzbZ

 

19.912

 

19.912

 

3.569

 

3.569

 

 

Liquide Mittel

 

AK

 

378.771

 

378.771

 

643.115

 

643.115

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Passiva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandelschuldverschreibung

 

AK

 

279.179

 

279.179

 

275.277

 

275.277

 

2

Darlehen

 

AK

 

193.455

 

191.333

 

310.181

 

306.668

 

3

Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

AK

 

66.605

 

59.062

 

1.512

 

1.414

 

3

Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

AK

 

958.312

 

958.312

 

826.978

 

826.978

 

 

Langfristige Leasingverbindlichkeiten

 

n.a.

 

181.752

 

164.081

 

164.581

 

150.312

 

3

Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

 

n.a.

 

68.511

 

68.511

 

62.212

 

62.212

 

 

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

AK

 

185.033

 

185.033

 

185.207

 

185.207

 

 

Verbindlichkeiten aus Akquisitionen

 

EwzbZ

 

20.684

 

20.684

 

17.361

 

17.361

 

3

Finanzderivate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2

Derivate mit Hedge-Beziehung

 

n.a.

 

304

 

304

 

85

 

85

 

 

Derivate ohne Hedge-Beziehung

 

EwzbZ

 

4.247

 

4.247

 

2.270

 

2.270

 

 

Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9

 

AK

 

3.581.883

 

3.570.462

 

3.562.227

 

3.557.155

 

 

 

 

EwzbZ

 

44.843

 

44.843

 

23.200

 

23.200

 

 

Verwendete Abkürzungen für Bewertungskategorien des IFRS 9:

AK = Fortgeführte Anschaffungskosten

EwzbZ = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

Nach IFRS 13 ist für alle Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird beziehungsweise die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, darzulegen, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die Bewertungstechniken werden in folgende drei Stufen eingeteilt:

  • Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

  • Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen

  • Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern

Die Zahlungsströme der Finanzderivate mit Hedge-Beziehung werden innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten nach dem Bilanzstichtag eintreten.

Wandelschuldverschreibung. In 2023 wurde eine unbesicherte und nicht nachrangige Schuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 300 Mio. € mit Wandlungsrecht in nennwertlose neue und/oder bestehende Stückaktien der Bechtle AG platziert. Die Wandelschuldverschreibungen in der Stückelung von je 100 Tsd. € wurden zu 100 % des Nennbetrags ausgegeben. Die Restlaufzeit beträgt sechs Jahre. Der anfängliche Wandlungspreis von 54,99 € wurde mit einer Wandlungsprämie von 30 % über dem Referenzaktienkurs von 42,30 € festgesetzt. Die Wandelschuld­verschreibungen werden mit einem Zinssatz von nominal 2,0 % verzinst. Eine Kündigung der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen durch Bechtle kann frühestens nach fünf Jahren erfolgen, wenn der Aktienkurs 130 % des gültigen Wandlungspreises erreicht hat. Eine Kündigung der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen durch Bechtle kann jederzeit erfolgen, wenn der Gesamtnennbetrag der Wandelschuldverschreibungen auf 20 % oder weniger des ursprünglichen ausgegeben Gesamtnennbetrags gefallen ist. Seitens der Inhaber der Wandelschuldverschreibungen besteht das Recht nach fünf Jahren eine vorzeitige Rückzahlung ihrer Wandelschuldverschreibungen zum Nennbetrag zu verlangen. Die Bilanzierung erfolgt anhand der Effektivzinsmethode.

Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen (Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen (IFRS 3.58). Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte mithilfe der DCF-Methode. Neben der Planung des Geschäftsverlaufs der übernommenen Einheit wurde ein laufzeit­adäquater Diskontierungszinssatz verwendet. Die Bonität des Schuldners Bechtle (IFRS 13.42 ff.) wurde mit einem Zuschlagsverfahren unter Berücksichtigung des Betrags der Ausfall­wahrscheinlichkeit und Erlösquote bei Zahlungsunfähigkeit berücksichtigt. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem vertragsmäßig bei Fälligkeit zu zahlenden Betrag beläuft sich auf 1.524 Tsd. € (Vorjahr: 587 Tsd. €), davon sind Änderungen des Ausfallrisikos nur in unwesentlichem Umfang enthalten. Der größte Einflussfaktor des beizulegenden Zeitwerts ist die Planung des Geschäftsverlaufs, die auf ergebnisorientierte Kennzahlen abstellt. Bei einer Reduktion der Zielerreichung auf 90 % der beim Erwerb angenommenen Zielerreichung ergibt sich eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen um 23 %, bei einem Anstieg auf 110 % der beim Erwerb angenommenen Zielerreichung ergibt sich eine Erhöhung der Verbindlichkeiten um 9 %. Die Verbindlichkeiten werden im Falle einer Auszahlung in den Jahren 2026 bis 2028 getilgt.

Die Zeitwerte der Geldanlagen, Darlehen sowie langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Barwerten der Cashflows unter Berücksichtigung der laufzeitkongruenten, risikogewichteten Zinssätze zuzüglich einer Bonitätswertberichtigung. Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren sind hierbei der Abschlag für das Kreditrisiko der Gegenseite beziehungsweise der Abschlag für das eigene Nichterfüllungsrisiko. Bei einer Erhöhung (Reduzierung) des Abschlags von 5 % für das Kreditrisiko der Gegenseite würden sich die Zeitwerte der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 22 Tsd. € verringern (um 22 Tsd. € erhöhen) und die langfristigen Leasingforderungen um 40 Tsd. € verringern (um 40 Tsd. € erhöhen). Bei einer Erhöhung (Reduzierung) des Abschlags von 5 % für das eigene Kreditrisiko würde sich der Zeitwert der langfristigen Leasingverbindlichkeiten um 7 Tsd. € verringern (um 7 Tsd. € erhöhen), der Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2 Tsd. € verringern (um 2 Tsd. € erhöhen) und der Zeitwert der Darlehen würde sich um 17 Tsd. € verringern (um 17 Tsd. € erhöhen).

Für alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert (IFRS 7.29). Dies umfasst kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, liquide Mittel, Festgeldanlagen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.

Die Entwicklung der Finanzinstrumente in Stufe 3 als zum beizulegenden Zeitwert bewertet stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Finanzinstrumente in Stufe 3 als zum beizulegenden Zeitwert bewertet – 2025

in Tsd. €

 

 

 

 

 

 

Summe Gewinne und Verluste

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlich­keiten in Stufe 3

 

01.01.2025

 

Währungs­umrechnungs­differenzen

 

im Finanz­ergebnis erfasst

 

erfolgswirk­sam in der GuV erfasst

 

im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst

 

Zugänge

 

Ausgleich / Abrechnung

 

31.12.2025

Verbindlichkeiten aus Akquisitionen

 

17.361

 

196

 

270

 

−246

 

−316

 

6.585

 

−3.166

 

20.684

Entwicklung der Finanzinstrumente in Stufe 3 als zum beizulegenden Zeitwert bewertet – 2024

in Tsd. €

 

 

 

 

 

 

Summe Gewinne und Verluste

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlich­keiten in Stufe 3

 

01.01.2024

 

Währungs­umrechnungs­differenzen

 

im Finanz­ergebnis erfasst

 

erfolgswirk­sam in der GuV erfasst

 

im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst

 

Zugänge

 

Ausgleich / Abrechnung

 

31.12.2024

Verbindlichkeiten aus Akquisitionen

 

5.257

 

0

 

156

 

2

 

−2.650

 

17.091

 

−2.495

 

17.361

Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 270 Tsd. € (Vorjahr: 156 Tsd. €) entfallen auf die zum 31. Dezember 2025 bilanzierten, in der Zukunft fälligen Zahlungen für Verbindlichkeiten aus Akquisitionen.

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen (Nettoergebnis):

Zuordnung der Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten

in Tsd. €

Nettogewinn oder -verlust nach Bewertungskategorien

 

2025

 

2024

Vermögenswerte AK

 

11.092

 

12.789

Vermögenswerte EwzbZ

 

19.912

 

3.569

Verbindlichkeiten AK

 

−27.104

 

−24.687

Verbindlichkeiten EwzbZ

 

−4.517

 

−2.426

Nettoergebnis

 

−617

 

−10.755

Die dargestellten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten errechnen sich im Wesentlichen durch den Gesamtzinsertrag, der insbesondere durch veranlagte Termingelder erzielt werden konnte, und den Gesamtzinsaufwand, der überwiegend durch die Verzinsung der Wandelschuldverschreibung und der Schuldscheindarlehen verursacht wurde. Weitere Einflussfaktoren sind die Aufwendungen aus Wertminderungen sowie die Gewinne und Verluste aus Fair-Value-Änderungen, aus Abgängen und aus der Währungsumrechnung.

Angaben zu saldierten und nicht saldierten Vermögenswerten und Schulden

Folgende Finanzinstrumente wurden in der Bilanz aufgrund eines gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Verrechnung und der bestehenden Absicht, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, saldiert.

In der Bilanz saldierte Finanzinstrumente

in Tsd. €

 

 

2025

 

2024

 

 

Bruttobetrag Verbindlich­keit

 

Bruttobetrag Vermögens­wert

 

bilanzierter Netto­betrag

 

Bruttobetrag Verbindlich­keit

 

Bruttobetrag Vermögens­wert

 

bilanzierter Netto­betrag

Finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

1.935

 

1.314.389

 

1.312.454

 

468

 

1.113.087

 

1.112.619

Rückvergütung und sonstige Forderungen gegenüber Lieferanten

 

3.159

 

96.430

 

93.271

 

90

 

92.377

 

92.287

Finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

961.687

 

3.375

 

958.312

 

840.494

 

13.516

 

826.978

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

 

36.400

 

175

 

36.225

 

45.496

 

182

 

45.314

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 1.935 Tsd. € Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 175 Tsd. € Forderungen gegenüber Kunden enthalten. Die jeweiligen Kunden von Bechtle haben die Absicht und aufgrund vertraglicher Vereinbarungen das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 3.375 Tsd. € Forderungen gegenüber Lieferanten und in den Forderungen gegenüber Lieferanten 3.159 Tsd. € Verbindlichkeiten enthalten. Bechtle hat aufgrund vertraglicher Vereinbarung das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen. Bei diesen Posten handelt es sich im Wesentlichen um Bonuserlöse, die Lieferanten an Bechtle beziehungsweise Bechtle an seine Kunden ausschüttet.

Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Währungsrisiko

Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln, die nicht der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaften entsprechen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten in fremder Währung bestehen in der Bechtle Gruppe aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr, den Liquiden Mitteln und mit externen Lieferanten und Kunden.

Sicherungsgeschäfte dienen zur Absicherung gegen Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie bei offenen Aufträgen und Bestellungen in Fremdwährung, die noch nicht bilanziert sind. Die Bechtle Gruppe sichert mit Devisentermingeschäften und Devisenswaps.

Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften entstehen im Konzernabschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur weitgehenden Kompensation dieser erfolgsneutralen Währungsumrechnungsdifferenzen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39, IFRIC 16) bediente sich Bechtle im Berichtsjahr folgender Devisentermingeschäfte, die zum Stichtag bereits realisiert sind:

Währungsrisiko – Devisentermingeschäfte zur Kompensation von Währungsumrechnungsdifferenzen

in Tsd. €

 

 

2025

 

2024

Währungsbeziehung

 

Nominal­betrag
Sicherungs­instrument

 

Sicherungs­gewinn/-verlust (im OCI erfasst)

 

Ertrag­steuer­effekt

 

Durchschnitt-licher Sicher­ungskurs

 

Nominal­betrag
Sicherungs­instrument

 

Sicherungs­gewinn/-verlust (im OCI erfasst)

 

Ertrag­steuer­effekt

 

Durchschnitt-licher Sicher­ungskurs

EUR/CHF

 

271.621

 

2.966

 

891

 

0,92

 

339.228

 

6.257

 

1.889

 

0,91

EUR/GBP

 

29.440

 

852

 

256

 

0,85

 

88.761

 

−5.641

 

−1.703

 

0,88

EUR/PLN

 

7.016

 

−353

 

−106

 

4,42

 

5.588

 

−283

 

−86

 

4,47

EUR/HUF

 

2.210

 

−227

 

−68

 

429,86

 

1.112

 

49

 

15

 

395,57

EUR/CZK

 

0

 

0

 

0

 

0,00

 

399

 

1

 

0

 

25,07

Im Gegenzug ergab sich im Konzerneigenkapital ein negativer Effekt aus den Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von −5.324 Tsd. € (Vorjahr: 3.277 Tsd. € positiver Effekt). Diese beruhen größtenteils auf der EUR/CHF-Konversion.

Neben den oben genannten Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb bediente sich Bechtle weiterer Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des operativen Geschäfts. Der auf den effektiven Teil der Währungssicherungen (Cashflow-Hedge) entfallende Verlust von −28 Tsd. € (Vorjahr: Gewinn 216 Tsd. €) wurde erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern (8 Tsd. €; Vorjahr: 65 Tsd. €) im sonstigen Ergebnis erfasst. Hierbei wurde zu einem durchschnittlichen EUR/USD Kurs von 1,17 (Vorjahr: 1,09) gesichert.

Über die genannten Einzelfälle mit Hedge-Beziehung hinaus werden regelmäßig für operative Zwecke im gewöhnlichen Geschäftsverlauf Sicherungsgeschäfte mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren und Einzelvolumen überwiegend bis maximal 2 Mio. € abgeschlossen. Das Volumen dieser im jeweiligen Geschäftsjahr abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Kauf- und Verkaufverpflichtungen sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Währungsrisiko – Sicherungsgeschäfte sowie Kauf- und Verkaufverpflichtungen

 

 

 

2025

 

31.12.2025

 

2024

 

31.12.2024

Währungspaar

 

 

Kauf (Volumen)

 

Verkauf (Volumen)

 

Kauf- (+)
bzw. Verkaufver­pflichtung (–)

 

Kauf (Volumen)

 

Verkauf (Volumen)

 

Kauf- (+)
bzw. Verkaufver­pflichtung (–)

EUR/CHF

in Tsd. CHF

 

2.015

 

8.268

 

−1.001

 

5.939

 

10.107

 

−1.025

EUR/CZK

in Tsd. CZK

 

1.604

 

2.760

 

−747

 

6.047

 

12.447

 

−782

EUR/DKK

in Tsd. DKK

 

971

 

0

 

971

 

0

 

67

 

−17

EUR/GBP

in Tsd. GBP

 

7.679

 

31.275

 

−1.652

 

1.997

 

4.290

 

−435

EUR/HUF

in Tsd. HUF

 

644.342

 

232.117

 

−11.010

 

900.893

 

108.206

 

−27.052

EUR/NOK

in Tsd. NOK

 

306.671

 

0

 

303.886

 

45.985

 

0

 

74.645

EUR/PLN

in Tsd. PLN

 

0

 

0

 

0

 

3.305

 

3.305

 

0

EUR/SEK

in Tsd. SEK

 

0

 

0

 

3.726

 

22.475

 

0

 

102.119

EUR/USD

in Tsd. USD

 

552.279

 

249.666

 

142.262

 

330.421

 

147.010

 

35.060

CHF/EUR

in Tsd. EUR

 

74.133

 

17.233

 

48.066

 

50.645

 

31.762

 

35.867

CHF/GBP

in Tsd. GBP

 

39

 

0

 

26

 

0

 

0

 

0

CHF/NOK

in Tsd. NOK

 

2.942

 

0

 

701

 

0

 

0

 

5.600

CHF/SEK

in Tsd. SEK

 

1.611

 

0

 

338

 

0

 

0

 

5.666

CHF/USD

in Tsd. USD

 

26.240

 

10.207

 

12.391

 

0

 

0

 

10.5701

CZK/CHF

in Tsd. EUR

 

0

 

125

 

0

 

0

 

0

 

0

CZK/EUR

in Tsd. EUR

 

152

 

970

 

−200

 

0

 

0

 

−52

CZK/USD

in Tsd. EUR

 

846

 

0

 

280

 

0

 

0

 

0

HUF/EUR

in Tsd. EUR

 

548

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

1

Anpassung Vorjahr

Aus der Bewertung dieser offenen Währungsgeschäfte resultierte ein Verlust von −2.888 Tsd. € (Vorjahr: 2.624 Tsd. € Gewinn), der erfolgswirksam gebucht wurde.

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das Konzernergebnis vor Steuern. Berücksichtigt werden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung aufgrund des geänderten Umrechnungskurses bei wesentlichen Währungen. Zum Bilanzstichtag bestehende Sicherungsgeschäfte sind bei der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Währungsrisiko – Sensitivitätsanalyse – Einfluss auf das Konzernergebnis vor Steuern

in Tsd. €

Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10% gegenüber

 

2025

 

2024

CHF

 

5.992

 

−5.992

 

3.426

 

−3.426

USD

 

3.518

 

−3.518

 

1.169

 

−1.169

NOK

 

−2.211

 

2.211

 

122

 

−122

GBP

 

367

 

−367

 

1.441

 

−1.441

PLN

 

−288

 

288

 

−203

 

203

SEK

 

134

 

−134

 

281

 

−281

HUF

 

−62

 

62

 

−167

 

167

CZK

 

−25

 

25

 

−155

 

155

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das sonstige Ergebnis (erfolgsneutral). Berücksichtigt sind hierbei die Veränderung der Zeitwerte der Derivate, die als Sicherungsbeziehung bilanziert werden, sowie die Wertänderung der Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften mit der jeweiligen Währung als funktionale Währung.

Währungsrisiko – Sensitivitätsanalyse – Einfluss auf das sonstige Ergebnis

in Tsd. €

Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10% gegenüber

 

2025

 

2024

CHF

 

56.703

 

−56.703

 

54.980

 

−54.980

GBP

 

23.925

 

−23.925

 

23.196

 

−23.196

PLN

 

985

 

−985

 

842

 

−842

HUF

 

282

 

−282

 

258

 

−258

CZK

 

126

 

−126

 

65

 

−65

USD

 

70

 

−70

 

105

 

−105

AUD

 

−12

 

12

 

−4

 

4

DKK

 

6

 

−6

 

4

 

−4

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko liegt für den Bechtle Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden Mitteln erwirtschafteten Zinserträgen. Die Zinsrisiken des Bechtle Konzerns werden zentral analysiert und Maßnahmen, die sich daraus ergeben, durch das zentrale Finanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung.

Nur in geringem Umfang und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflow-Risiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder Zinskonditionen gegeben ist. Außerdem besteht ein unwesentliches Zinsrisiko für festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value-Risiko aufgrund der in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankenden beizulegenden Zeitwerte für langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel und der kurzfristigen Geldanlagen des Bechtle Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten Zinssätze in den relevanten Währungen durchgeführt. Ein hypothetischer Rückgang beziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte beziehungsweise 1,0 % pro Jahr (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 4.520 Tsd. € geführt (Vorjahr: 7.162 Tsd. €).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente. Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus. Bechtle verfügt über Kreditlinien, die sowohl für Bar- als auch Avalkredite genutzt werden können. Informationen hierzu sind ausführlich in 20. Finanzverbindlichkeiten dargestellt.

Das Liquiditätsrisiko wird wöchentlich mithilfe einer 14-tägigen Liquiditätsvorschau gesteuert und überwacht.

Liquiditätsrisiko – nicht abgezinste Zahlungsverpflichtungen – 2025

in Tsd. €

 

 

Finanzverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Darlehen

 

Sonstige kurz­fristige nicht derivative Verbindlich­keiten

 

Verbindlich­keiten aus Lieferungen und Leistungen

 

Leasingver­bindlichkeiten

 

Sonstige finanzielle Verbindlich­keiten

Buchwert 31.12.2025

 

419.389

 

53.245

 

1.024.917

 

250.263

 

210.268

Cashflow 2026

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

11.929

 

0

 

8.212

 

7.817

 

311

Tilgung

 

18.254

 

53.245

 

958.312

 

68.511

 

200.544

Cashflow 2027 – 2028

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

24.148

 

0

 

275

 

10.019

 

81

Tilgung

 

118.835

 

0

 

23.215

 

83.214

 

9.724

Cashflow 2029 – 2030

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

20.820

 

0

 

136

 

5.648

 

0

Tilgung

 

3.096

 

0

 

15.871

 

41.844

 

0

Cashflow 2031 – 2032

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

10.644

 

0

 

96

 

6.284

 

0

Tilgung

 

279.191

 

0

 

11.168

 

56.694

 

0

Liquiditätsrisiko – nicht abgezinste Zahlungsverpflichtungen – 2024

in Tsd. €

 

 

Finanzverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Darlehen

 

Sonstige kurz­fristige nicht derivative Verbindlich­keiten

 

Verbindlich­keiten aus Lieferungen und Leistungen

 

Leasingver­bindlichkeiten

 

Sonstige finanzielle Verbindlich­keiten

Buchwert 31.12.2024

 

547.487

 

37.971

 

828.490

 

226.793

 

204.923

Cashflow 2025

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

13.759

 

0

 

267

 

7.673

 

330

Tilgung

 

143.307

 

37.971

 

826.978

 

62.212

 

190.528

Cashflow 2026 – 2027

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

24.233

 

0

 

211

 

10.099

 

145

Tilgung

 

23.152

 

0

 

1.167

 

76.120

 

12.475

Cashflow 2028 – 2029

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

22.689

 

0

 

9

 

5.841

 

32

Tilgung

 

105.427

 

0

 

343

 

38.140

 

1.921

Cashflow 2030 – 2031

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen

 

10.644

 

0

 

0

 

7.009

 

0

Tilgung

 

275.601

 

0

 

2

 

50.321

 

0

Die liquiden Mittel sind auf 41 Kreditinstitute beziehungsweise Finanzkonzerne verteilt. Bei Bank­einlagen innerhalb der Europäischen Union wird sichergestellt, dass das Guthaben nur bei einer Bank beziehungsweise bei einer Gruppe von Banken mit guter bis sehr guter Bonität gehalten wird. Für Liquide Mittel findet die Low Credit Risk Exemption des IFRS 9 (IFRS 9 B5.5.22) Anwendung, wonach für Finanzinstrumente, die zum Zugangszeitpunkt ein nur geringes Ausfallrisiko aufweisen, eine Zuord­nung in die Stufe mit der geringsten Ausfallwahrscheinlichkeit („01 – sehr hohe Kreditwürdigkeit“) erfolgen kann. Im Rahmen des internen Bankratings wurde festgestellt, dass keine signifikanten Risiken hinsichtlich des Ausfallsrisikos für Liquide Mittel vorliegen, weshalb auf eine Wertberichtigung verzichtet wird.

Ausfallrisiko

Die Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie landesspezifischer Einlagensicherungsfonds auf alle liquiden Mittel und Geldanlagen bestehen keine Sicherungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Bechtle stellt seinen Gläubigern, mit Ausnahme der Darlehensgeber für Bauten, nahezu ausnahmslos keine Sicherungen.

Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Fall möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele – wie die Optimierung der Finanzerträge – der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet. Diese finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, sich in einem stark konsolidierenden Markt erfolgreich behaupten zu können. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen zentral durch das Treasury.

Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen. Bei Geldanlagen innerhalb der Europäischen Union werden Anlagen mit entsprechender Einlagensicherung bevorzugt. In der Schweiz existiert eine derartige Sicherung nur in geringem Umfang, sodass hier Anlagen nur bei Banken mit einer sehr guten Bonitätsbewertung getätigt werden.

Um Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden mittels einer fortlaufenden Bonitätsprüfung kundenspezifische Kreditrahmen festgelegt.