Wachstum in der EU erwartet
In ihrer im November 2025 veröffentlichten Prognose geht die Europäische Kommission davon aus, dass sich die Wirtschaftsleistung in der EU weiter erhöhen wird. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2026 erneut mit 1,4 % das Wachstumsniveau des Berichtsjahres zeigen. Unterjährig sollen die Wachstumsraten in allen Quartalen bei 0,4 % liegen. Die grundsätzlich positive Wachstumserwartung für die gesamte EU zeigt sich in allen Bechtle Märkten. Am unteren Ende der Skala befindet sich Irland mit einem erwarteten Plus von 0,2 %, gefolgt von Italien und Frankreich mit 0,8 % beziehungsweise 0,9 %. Die höchsten Wachstumsraten sollen Polen mit 3,5 %, gefolgt von Spanien mit 2,3 % aufweisen. 2027 wird die Dynamik voraussichtlich marginal zunehmen: Das Wirtschaftswachstum in der EU wird für diesen Zeitraum auf 1,5 % geschätzt.
Die Wirtschaftsentwicklung in unserem Kernmarkt Deutschland soll sich 2026 im Vergleich zum Berichtsjahr positiver entwickeln. Das Wachstum des BIP wird von der Europäischen Kommission nach 0,2 % im Berichtsjahr auf 1,2 % im laufenden Jahr geschätzt. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen 2026 mit 5,5 % wieder deutlich zulegen. Auch die staatlichen Investitionen sollen mit einem Plus von 2,4 % wieder stärker wachsen. Für 2027 erwartet die Europäische Kommission für Deutschland ein konstantes Wachstum des BIP von 1,2 %. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen in diesem Zeitraum mit 4,7 % wieder einer der Wachstumstreiber sein.
Weitere positive Entwicklung für deutschen IT-Markt prognostiziert
Der deutsche IT-Markt soll laut dem Branchenverband Bitkom 2026 ebenfalls wieder stärker wachsen, wenn auch auf niedrigerem Niveau als der europäische IT-Markt. Die Wachstumsrate wird mit 5,9 % über der des Berichtsjahres erwartet (5,2 %). Für die Hardwareumsätze wird eine weitere Erholung und ein Wachstum von 4,0 % prognostiziert (Berichtsjahr: 3,8 %). Auch die IT-Services sollen mit 3,4 % stärker zulegen als 2025 (2,7 %). Für das Softwaresegment wird mit 10,2 % erneut die höchste Steigerungsrate erwartet; damit bleibt Software der Wachstumstreiber im deutschen IT-Markt.
Laut Branchenverband numeum wird für den französischen IT-Markt im Jahre 2026 ein Wachstum von 4,3 % prognostiziert. Frankreich ist einer der wichtigsten Ländermärkte innerhalb der Bechtle Gruppe.
IT-Markt vor großen Herausforderungen
In Bezug auf die künftig erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten sieht der Bechtle Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen noch durch die Umsetzung größerer politischer Maßnahmen konkrete Einflüsse auf die Nachfragesituation. Jedoch ist die gesamtwirtschaftliche Situation in den für Bechtle wichtigen Ländermärkten Deutschland, aber vor allem Frankreich weiterhin von Anspannung geprägt. Zu Jahresbeginn 2026 belastet den IT-Markt auch die AI-getriebene hohe Nachfrage nach Speichermedien, die bereits zu Preiserhöhungen bei PCs geführt hat. Weitere Preiserhöhungen bei PCs und auch bei Servern und Storage sollen im ersten Halbjahr 2026 folgen. Aufgrund der hohen Nachfrage wird auch immer wieder das mögliche Risiko von Lieferschwierigkeiten und einer Verknappung genannt. Preiserhöhungen und mögliche Lieferschwierigkeiten könnten dazu führen, dass Kunden Projekte verschieben oder nicht realisieren können. Das könnte in der Folge auch das Ergebnis von Bechtle belasten. Die Entwicklung ist sehr unsicher und dynamisch, sodass belastbare Prognosen derzeit nicht möglich sind. Bechtle begleitet die Entwicklung systematisch im engen Austausch mit Herstellerpartnern und Kunden. Substanzielle unmittelbare sowie mittelbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bechtle Gruppe sind jedoch nicht ausgeschlossen, wenn sie auch weder von der Eintrittswahrscheinlichkeit her noch von Ausmaß und Dauer verlässlich einzuordnen und zu bewerten sind. Die Wechselkursentwicklung spielt in den meisten Ländern mit Bechtle Präsenz keine große Rolle, da diese dem Euroraum angehören und wir zum Großteil entsprechend in Euro einkaufen und fakturieren.
