Übergangsplan für den Klimaschutz
Wie wir als Unternehmen zum Thema Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können, ist in unserer Klimaschutzstrategie 2030 definiert. Diese ist vom Vorstand genehmigt und enthält unsere SBTi-konformen kurz- und langfristigen Reduktionsziele. Die Klimaschutzstrategie ergänzt die Bechtle Nachhaltigkeitsstrategie 2030. Dieser Übergangsplan beschreibt die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens hinsichtlich der Erreichung der Klimaziele zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C. Zudem stellt er die Reduktionsziele, die Dekarbonisierungshebel, die Maßnahmen sowie die geplanten Investitionen dar.
Die Klimaziele sind mit dem Pariser Abkommen kompatibel. Bechtle ist nicht von den damit abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen. Das Erreichen der definierten Ziele zur CO2-Emissionsreduktion ist als CO2-Intensität in Relation zum Value Added Teil des Vergütungssystems für den Vorstand. Die Definition des Value Added folgt der Definition von SBTi und stellt den Rohertrag dar. Der Übergangsplan fließt in alle Geschäftsprozesse von Bechtle ein. Die Positionierung als Anbieter klimafreundlicher digitaler Lösungen durch die Integration nachhaltiger IT-Angebote in das Produkt- und Serviceportfolio – in enger Zusammenarbeit mit Herstellern und Partnern und gemessen an klar definierten Bewertungskriterien wie Energieeffizienz, Lebensdauer und CO2-Werten – ist Ausdruck dieser strategischen Ausrichtung. Nachhaltige Konzepte wie die Fuhrparkstrategie oder das nachhaltige Immobilienkonzept berücksichtigen Klimaziele auch im Bereich der Investitionen. In der Finanzplanung erfolgt eine zukünftige Integration bei wesentlichem Ausmaß wie zum Beispiel Budget bzw. Investitionen für Photovoltaikanlagen oder Ausgaben für zukünftige Neutralisierungsprojekte.
Dekarbonisierungshebel und Maßnahmen
Im Bereich unserer Geschäftstätigkeit trägt unser Fuhrpark erheblich zu Emissionen bei und macht auf Basis der Emissionswerte von 2023 knapp 74 % der Scope-1- und 2-Emissionen aus. Somit stellt der Fuhrpark den größten Emissionsbereich in Scope 1 und 2 dar. Hinzu kommen Energieaufwendungen für die Unterhaltung von Bürogebäuden, Lager und Rechenzentren. In der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette fallen Emissionen bei der Produktion, beim Transport und der Nutzung der von uns vertriebenen Produkte an. Deshalb fokussieren wir uns bei unseren Klimaschutzmaßnahmen auf die größten Verursacher von CO2e-Emissionen in den Bereichen Mobilität und Energie für Scope-1- und 2-Emissionen sowie Logistik und Beschaffung inklusive zentralem und dezentralem Einkauf sowie der Verantwortung im Vertrieb für die Emissionskategorien Scope 3.1 und 3.11. Die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung konzentrieren sich hier auf technologische Verfahren.
Das sind die Fokusthemen der Bechtle Klimaschutzstrategie:
Energie:
Steigerung der Energieeffizienz unserer Standorte
Bezug von grüner Energie
Mobilität:
Elektrifizierung des Fuhrparks
Ausbau der Ladeinfrastruktur
Beschaffung:
Dekarbonisierung der Lieferkette
Energieeffizienz und Einsparungen in der Nutzungsphase
Nachfolgend sind die von uns umgesetzten Maßnahmen aufgeführt. Ab 2026 erfolgt im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein regelmäßiger Statusbericht zu den Dekarbonisierungsmaßnahmen mit den entsprechenden Etappenzielen. Die Verantwortlichkeiten sind intern festgelegt.
Emissionskategorie |
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Dekarbonisierungshebel |
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Konzept |
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Maßnahmen konzernweit |
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Status |
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Zwischenstand |
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OpEx/CapEx |
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Scope 1 Fuhrpark |
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Elektrifizierung Fuhrpark |
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Nachhaltige Fuhrparkstrategie |
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Steigerung des Anteils alternativer Antriebe |
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ongoing |
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Mit Stand 31.12.2025 waren bereits 34 % der knapp 5.800 Fahrzeuge vollelektrisch. |
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Verweis EU Taxonomie |
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Ausbau der Ladeinfrastruktur |
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ongoing |
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Rund 1.000 Ladepunkte an 61 Standorten in D, AT, CH (Q4 2025) |
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nicht signifikant |
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Scope 2 Energie |
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Steigerung der Energieeffizienz und Versorgung mit grüner Energie |
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Nachhaltiges Immobilienkonzept |
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Rechenzentren mit Ökostrombezug |
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umgesetzt |
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nicht signifikant |
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Steigerung der Energieeffizienz an den Standorten |
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ongoing |
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Verweis EU-Taxonomie |
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Eigenstromversorgung durch Ausbau PV und Geothermie |
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ongoing |
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55 % Strom aus erneuerbaren Quellen (Stand 2024) |
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nicht signifikant |
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Rahmenvertrag D |
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Bezug von Grünstrom Deutschland |
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nahezu finalisiert |
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nicht signifikant |
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Bezug von Grünstrom gruppenweit |
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in Ausarbeitung |
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Scope 3.1 |
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Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette |
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Emissionsreduktionsziele der Hersteller für emissionsärmere Produkte* |
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ongoing |
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Nachhaltige Beschaffungsstrategie |
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Enge Zusammenarbeit mit den Herstellern für CO2-Datentransparenz als Basis für emissionsärmere Portfolioauswahl |
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in Ausarbeitung |
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Nachhaltiges Vertriebskonzept Sustainability@Scale |
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Nachhaltiges IT-Portfolio (geringere Produktemissionen) |
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in Ausarbeitung |
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Kreislaufwirtschaftskonzept Hardware |
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Circular IT – Erhöhung Refurbishment |
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ongoing |
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Scope 3.11 |
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Energieeffizienz und Einsparungen in der Nutzungsphase |
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Nachhaltiges Vertriebskonzept Sustainability@Scale |
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Nachhaltiges IT-Portfolio (Energieeffizienz, Lebensdauerverlängerung) |
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in Ausarbeitung |
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Produktleasing über Bechtle |
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ongoing |
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IT-as-a-Service |
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Nachhaltige Beschaffungsstrategie |
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Energieeffizienzziele der Hersteller* |
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ongoing |
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Dekarbonisierung Strommix in der Nutzungsphase* |
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ongoing |
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Kundennähe ist Teil unseres Geschäftsmodells. Für die Kundenbetreuer:innen, Consultants und IT-Servicetechniker:innen von Bechtle ist es essenziell, mobil zu sein, um Kunden vor Ort zu betreuen. Daher hat die Fahrzeugflotte in der Bechtle Gruppe einen wesentlichen Anteil an den durch Bechtle verursachten CO2e-Emissionen. Deshalb ist im Bereich der eigenen Geschäftstätigkeit der Ausbau der E-Mobilität der größte Dekarbonisierungshebel in Scope 1. Durch die Fortsetzung und weitere Ausgestaltung der bereits bestehenden nachhaltigen Fuhrparkstrategie realisiert Bechtle schrittweise die Umstellung auf nachhaltige Antriebe. Mit Stand 31.12.2025 waren bereits 34 % (2024: 23 %) der knapp 5.800 (2024: 5.600) Fahrzeuge vollelektrisch.
Der Energieverbrauch der von Bechtle genutzten Gebäude ist ein wichtiger Ansatzpunkt, um Emissionen zu senken oder sogar zu verhindern. Nachhaltige Immobilienkonzepte für die Bechtle Gruppe, die klimafreundliche Energieversorgung durch Bezug von Grünstrom (Stand 2024 erfolgte der Stromverbrauch zu 55 % aus erneuerbaren Quellen) sowie die Eigenerzeugung mittels Photovoltaik und Geothermie sowie Energieeffizienzmaßnahmen sind die zentralen Maßnahmen zur Senkung der Scope-2-Emissionen.
Im Bereich der Scope-3-Emissionen liegt der Fokus auf der Scope-Unterkategorie 3.1 „eingekaufte Güter und Dienstleistungen“ sowie 3.11 „Nutzung der verkauften Produkte“ als Hauptverursacher unserer Emissionen. Die Kooperation mit Lieferanten für CO2-Datentransparenz und nachhaltige Produktinformationen, eine nachhaltige Beschaffungsstrategie – unter anderem zur Reduktion negativer Umwelt- und Sozialeinflüsse – sowie ein nachhaltiges Vertriebskonzept „Sustainability@Scale“ – unter anderem mit dem Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Produktportfoliodefinition – sind die wichtigsten geplanten Maßnahmen, um unsere Scope-3-Reduktionsziele zu erreichen.
Wir erwarten im Strommix der Absatzländer einen Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien, was zu Einsparungen von Emissionen in der Nutzungsphase führt.
Für die Realisierung des gesetzten Klimaziels 2030 muss auf Basis der getroffenen Annahmen hinsichtlich der Quantifizierung der Maßnahmen noch eine Lücke zur Reduktion der Emissionen geschlossen werden. Dazu bedarf es neben den bereits geplanten, projektierten und begonnenen Reduktionsmaßnahmen weiterer Aktivitäten, die in den kommenden Geschäftsjahren eruiert werden.
Zur Erreichung des Net-Zero-Ziels bis 2050 werden noch verbleibende Emissionen bis zu maximal 10 % der Gesamtemissionen gemäß den SBTi-Kriterien durch Carbon-Removal-Projekte neutralisiert. Die Projektauswahl ist Bestandteil des aktuellen Anbieter-Screenings für Neutralisationsprojekte und wird im ersten Quartal 2026 abgeschlossen.
Bewertung transitorischer Risiken und Chancen im Übergangsplan
Bechtle hat im Rahmen der Klimarisikoanalyse – durchgeführt im Jahr 2024 – wesentliche transitorische Risiken ermittelt, die im Übergangsplan Berücksichtigung finden. Diese betreffen insbesondere den Dekarbonisierungshebel Beschaffung und beziehen sich auf Unsicherheiten in der Marktentwicklung sowie den begrenzten Einfluss auf bzw. die Abhängigkeit von Lieferanten und deren Fortschritte hinsichtlich Klimaschutz und Emissionsreduktionen. Dadurch bedingte steigende Beschaffungskosten müssen einkalkuliert werden.
Die Durchführung von Maßnahmen zur Energie- und Stromeinsparung sowie der Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung und eine dadurch mögliche Reduktion des Energieverbrauchs stellen hingegen Chancen im Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft dar.
Investitions- und Finanzierungsplan
Ein wesentlicher Schwerpunkt der erforderlichen Dekarbonisierungsmaßnahmen liegt in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, da dort der größte Teil unserer Treibhausgasemissionen entsteht. Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen erfolgt im Rahmen der gesetzten Klimaziele primär bei unseren Lieferanten; für unser Unternehmen ergeben sich daraus derzeit keine wesentlichen eigenen Betriebs- und Investitionsausgaben. Zur weiteren Umsetzung des Übergangsplans sind Investitionen in Ladeinfrastruktur und Gebäudeeffizienz vorgesehen. Die Quantifizierung ist Bestandteil der Budgetplanung. Die Dekarbonisierungshebel unserer Geschäftstätigkeit in den Bereichen Fuhrpark und Ladeinfrastruktur sowie Gebäude finden sich in den EU-Taxonomie-Aktivitäten wieder. Die zentralen Dekarbonisierungshebel unserer Geschäftstätigkeit – insbesondere im Bereich Fuhrpark und Ladeinfrastruktur sowie Gebäudeenergieeffizienz – spiegeln sich in den relevanten EU-Taxonomie-Aktivitäten wider. Dazu zählen unter anderem 6.4/6.5 (Fuhrparkmanagement) sowie 7.4, 7.6 und 7.7 (Bau- und Gebäudemaßnahmen).
Alle genannten Aktivitäten sind taxonomiefähig; die Konformität gemäß den technischen Bewertungskriterien ist derzeit in der Aktivität 6.4 und teilweise in 7.7 realisiert. Im Bereich Fahrzeugflotte ist der wesentliche Beitrag zum Klimaschutz durch unsere Investitionen in die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte gegeben. Im Bereich Gebäude/Neubau wird der wesentliche Beitrag zum Klimaschutz durch die Versorgung mit grüner Energie sowie die Erhöhung der Energieeffizienz geleistet. Gemäß den Bestimmungen der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission werden die Wirtschaftstätigkeiten im Bereich der Fahrzeugflotte und Gebäude zur Anpassung an die Bewertungskriterien der EU-Taxonomie jährlich überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt (weitere Informationen siehe im Kapitel EU-Taxonomie).
Es werden keine signifikanten CapEx-Beträge im Zusammenhang mit Wirtschaftsaktivitäten in den Bereichen Kohle, Öl und Gas geleistet.
Bewertung potenziell gebundener Treibhausgasemissionen
Im Rahmen der Umsetzung unseres Übergangsplans haben wir eine qualitative Bewertung der potenziell gebundenen Treibhausgasemissionen in Verbindung mit unseren wesentlichen Vermögenswerten und Produkten vorgenommen. Die Bechtle AG ist primär ein IT-Systemhaus und IT-E-Commerce-Anbieter, also kein klassischer Produzent von physischen, energieintensiven Gütern wie Stahl oder Zement. Dennoch hat sie mit Produkten zu tun, die direkt sehr relevante Emissionen verursachen. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die Herstellung eingekaufter IT-Hardware, die Nutzung der verkauften IT-Hardware, der Betrieb von Rechenzentren, die Nutzung großer im Eigentum befindlicher Bürogebäude sowie Mobilitätslösungen in Form des Fuhrparks relevante Emissionsquellen darstellen.
Diese gebundenen Emissionen können die Zielerreichung unserer SBTi-basierten Reduktionspfade bis 2030 sowie unseres Net-Zero-Ziels bis 2050 beeinträchtigen, insbesondere wenn technologische Umstellungen für emissionsärmere und energieeffizientere IT-Hardware verzögert erfolgen. Daraus ergeben sich Übergangsrisiken, etwa durch steigende Beschaffungspreise, veränderte Kundenpräferenzen, eine erhöhte Nachfrage nach nachhaltiger IT, Lieferkettenanpassungen oder auch Reputationsrisiken.
Zur Risikominderung verfolgen wir einen mehrstufigen Ansatz
Bechtle identifiziert keine wesentlichen langfristig gebundenen Emissionen in den Bereichen Fuhrpark und Bürogebäude. Die Fahrzeugflotte wird elektrifiziert, Gebäude werden energetisch optimiert, und es erfolgt eine Umstellung auf erneuerbare Energien im Bereich der Stromversorgung. Die Versorgung der Rechenzentren mit Ökostrom stellt sicher, dass auch hier keine wesentlichen gebundenen (locked-in) Emissionen zu erwarten sind. Die langfristige Zusammenarbeit mit Partnern, die einen nachhaltigen Betrieb der Rechenzentren garantieren, ist das gesetzte Ziel. Eine nachhaltige Beschaffungsstrategie, der Aufbau von Voraussetzungen für eine Dekarbonisierung der Lieferkette durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Herstellern unter anderem mit dem Fokus auf Emissionen, die Erweiterung der Produktstammdaten um nachhaltige Kriterien wie CO2 für eine Datentransparenz als Basis von Handlungsempfehlungen, IT Refurbishment sowie neue Geschäftsmodelle wie IT-as-a-Service tragen zukünftig dazu bei, möglichen gebundenen Emissionen im Bereich Beschaffung und Lebenszyklen von IT-Geräten entgegenzuwirken.